Ausgewählte Biosiegel und ihre Bedeutung

Verfasst am: 16.Juni 2013 von:

BIO, Foto von voelker_wein/flickr.com

BIO, Foto von voelker_wein/flickr.com

Wer sich gesund ernähren will, für den ist es heutzutage fast unerlässlich, Bio-Nahrungsmittel zu kaufen. In sämtlichen anderen Produkten stecken so viele Schadstoffe, Konservierungsmittel und die Herkunft ist unbekannt. Daher raten Experten besonders beim kauf von Obst und Gemüse zu Produkten, auf denen sich die sogenannten Bio-Siegel befinden.

Doch es ist gar nicht so leicht, sich im Dschungel des Konsums zurechtzufinden. Die Siegel sind bundesweit verschieden, es gibt sie von unterschiedlichen Instituten, auch die einzelnen Siegel der Bundesländer unterscheiden sich. Manche Hersteller schreiben auch einfach auf ihr Produkt, dass es biologisch angebaut wurde – obwohl dies eine Lüge ist. Doch insofern keine eingetragenen Siegel missbraucht werden, ist das keine Straftat.

Früher galten die Öko-Produkte als Überbleibsel aus der Hippiezeit. Heute stehen sie für Frische, Qualität und Gesundheit.

Es gibt hierzulande das Deutsche Bio-Siegel. Seit 2001 wird es Produkten verliehen, und zwar vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Es ist das in Deutschland bekannteste Siegel. Ungefähr 51.000 Produkte tragen dieses Prädikat.

Nur Lebensmittel bekommen die Auszeichnung, die weder bestrahlt, noch gentechnisch verändert wurden. Auch die Verwendung künstlicher Düngemittel ist verboten. 95 Prozent aller Zutaten, die für das Lebensmittel verwendet werden, müssen aus ökologischem Anbau stammen. Ebenso wichtig ist, dass eine artgerechte Tierhaltung vorliegt, insofern es sich um tierische Produkte wie Fleisch, Eier oder Milch handelt.

Der Verband für organisch-biologischen Landbau e.V. vergibt zudem das sogenannte „Bioland“-Logo. Hierbei steht vor allem eine Regionalität der Produkte eine große Rolle. Wenn eine Tierhaltung vorliegt, so muss der Bauer das Futter der eigenen Produktion entnehmen, so schreibt es der Verein vor. Natürlich ist auch hier der Einsatz von chemischen Düngern oder Pflanzenschutzmitteln untersagt.

Das „Naturland“-Siegel ist eher global ausgerichtet. Es wird auch an Produkte verliehen, die aus dem Ausland importiert werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass diese sich an die Maßlinien ökologischer Landwirtschaft und Tierzucht halten.

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