Bio auf der Überholspur

Verfasst am: 16.August 2011 von:

Biogemüse von pierre-alain dorange /flickr.com

Biogemüse von pierre-alain dorange /flickr.com

Noch vor wenigen Jahren wurde man belächelt, wenn man laut zugegeben hat, dass man Bio-Produkte kauft oder auf die Herkunft der Lebensmittel achtet. Davon wird man mittlerweile verschont. Doch was sind Bio-Lebensmittel eigentlich? Ist alles bio, was als bio deklariert wird?

Nein, nicht alles, aber man kann sich rückversichern. Bio-Lebensmittel sind Lebensmittel die aus ökologischen Landwirtschaft stammen. Gesetzlich ist dieser Begriff eng definiert. Produkte mit einen Bio-Aufkleber müssen aus ökologisch kontrolliertem Anbau stammen. Es dürfen keinerlei Rückstände von Abwasserschlamm, Pestiziden oder gar Kunstdünger an ihnen haften. Fleisch, Milch oder Käse, das heißt, tierische Produkte dürfen nicht mit Antibiotika und Wachstumshormonen behandelt worden sein. Die Tierhalter müssen sie artgerecht, gemäß der EG-Ökoverordnung, bis zur Schlachtung oder Verarbeitung gehalten haben. Eine weitere Auflage ist, dass die Lebensmittel der Bioerzeugung nicht ionisieren bestrahlt werden dürfen. Außerdem enthalten sie weniger Lebensmittelzusatzstoffe, als die konventionellen Lebensmittel.

Heutzutage sind Bio-Produkte nicht mehr nur in Bioläden oder Reformhäusern erhältlich. Man kann sie auch in Supermärkten einkaufen. Schwarze Schafe gibt es natürlich überall, aber in Deutschland gibt es eine Menge ökologischer Anbauverbände, die weitaus einen höheren Standard garantieren als die EU-Ökoverordnung es verlangt. Bio-Lebensmittel, das sind nicht nur Käse und Fleischprodukte, hierzu zählen viele Backwaren, Gemüse, Obst und verarbeitete Lebensmittel. Diese dürfen keine Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, künstliche Aromen oder Stabilisatoren innehaben.

Schaut man sich den prozentualen Anteil der Bio-Lebensmittel am Gesamtumsatz von Lebensmitteln zwischen 2004 und 2007 an, dann wird man Deutschland mit ca. 3 Prozent im höheren Mittelfeld in Europa finden. Zwar glänzt Österreich mit 6 Prozent und die Schweiz mit 3,5 Prozent, aber die meisten Länder kommen nicht mal über die 1 Prozent Hürde. Was nicht ist, das kann ja noch werden.

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