Die verschiedenen Biosiegel

Verfasst am: 22.März 2013 von:

Ein Biosiegel, Foto: stahl_blau_flickr

Bewusster und vor allem gesünder essen, das wollen immer mehr Menschen in Deutschland. Vermehrt setzen sie dabei auf Bio-Lebensmittel. Verschiedene Bio-Siegel sollen für Qualität bürgen. Allerdings sorgen diese Biosiegel auch oft für Fragezeichen in den Gesichtern der Verbraucher. Welches Siegel steht denn jetzt wirklich für Bio? Es gibt so viele von ihnen und andauernd wird man gewarnt: Nicht überall wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin. Also wie behält man den Überblick und welche Biosiegel kennzeichnen wirklich ökologisch angebaute, nicht mit Pestiziden behandelte Lebensmittel?

Eine sichere Bank ist das staatliche Biosiegel, dieses wird seit 2001 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erteilt. Es findet sich bereits auf über 51.000 Produkten. Es steht für artgerechte Haltung der Tiere und für nicht gentechnisch veränderte Pflanzen. Des Weiteren müssen 95 Prozent der verwendeten Zutaten aus ökologischem Anbau stammen bevor sich ein Produkt mit dem staatlichen Biosiegel schmücken darf.

Ein weiteres geläufiges Siegel heißt „Bioland – ökologischer Anbau“. Unter der Marke Bioland, die für den Verband für organisch-biologischen Landbau e.V. steht, arbeiten seit Mitte der 70er Jahre insgesamt 4.500 Biobauern und 720 Lebensmittelhersteller wie zum Beispiel Bäcker- und Metzgereien. Bioland setzt besonders auf die Regionalität der Produkte. Bei allen Bauern wirtschaftet der gesamte Betrieb ökologisch und verwendet nur Saatgut aus ökologischem Anbau. Außerdem dürfen keinerlei chemisch-synthetische Düngemittel und Pestizide eingesetzt werden.

Das älteste Siegel für Bio-Lebensmittel ist das Demeter-Siegel. Es existiert bereits seit 1928. Es fordert, dass ein Landwirtschaftlicher Betrieb quasi Selbstversorger, eine Art Perpetuum Mobile, ist. Soll heißen, dass alles was zur Produktion der Lebensmittel verwendet wird aus eigener Herstellung stammt. Nur so sei gewährleistet, dass keine unerlaubten Zusatzstoffe in die Produktionskette gelangen.

Wir hoffen Ihnen mit dieser kleinen Auflistung ein wenig geholfen zu haben.

 

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