Taugt Billig-Bio etwas?
Verfasst am: 14.Oktober 2011 von: Edmund
Bio-Lebensmittel, Foto: pierre-alain dorange_flickr
Es ist letztendlich schon richtig, dass in Bio-Lebensmitteln keine künstlichen Aromen oder Farbstoffe stecken können. Außerdem wird beim Anbau auf chemische Pflanzenschutzmittel oder Insektengifte verzichtet. Zudem wird bei tierischen Produkten auf eine artgerechte Haltung der Erzeugertiere geachtet. Es stimmt also: Bio ist gesünder. Vor allem Allergiker, kranke, alte Menschen oder Kinder sollten sich von Bio-Produkten ernähren. Wer zudem der Umwelt etwas Gutes tun will, sollte sich ebenfalls in der Bio-Abteilung des Supermarktes – oder noch besser: im Reformhaus – bedienen. Auch eine tolle Sache ist der Kauf der Produkte direkt beim Bio-Bauern oder Bio-Hof. So kann man meist noch günstigere Preise erhaschen, da man nicht die drauf geschlagenen Transportkosten mittragen muss. Es gibt mittlerweile sogar spezielle Bio-Lieferdienste. Je nach Bedarf liefern diese „Familien-“ oder „Single-Kisten“ mit allerlei gesunden Sachen. Das allerdings hat einen stolzen Preis. Grundsätzlich sind Bio-Produkte immer etwas teurer als Lebensmittel herkömmlicher Art. Kein Wunder. Die Bauern müssen ja beispielsweise mehr Raum für die Haltung ihrer Tiere einplanen.
Doch ist denn auch überall Bio drin, wo Bio drauf steht? Grundsätzlich gilt: Bio-Produkte sind mit einem Bio-Siegel gekennzeichnet. Dieses ist sechseckig und von der Europäischen Union ausgestellt. Auf dem Siegel muss zu lesen sein: Bio nach EG-Verordnung.
Wenn auf Lebensmitteln allerdings nur der Hinweis „aus kontrolliertem Anbau“ oder „unbehandelt“ steht, dann sollte man vorsichtig sein – hier handelt es sich um Prädikate, die sich der Hersteller selbst verleihen kann.