Trendgetränk Bubble Tea

Verfasst am: 3.April 2012 von:

© StefanieB. - Fotolia.com

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Manga und Anime, Asiatische Restaurants von Sushi bis zu den Reisbandnudeln. Man könnte meinen, die Trends aus dem fernen Osten müssten hier in Europa irgendwann mal erschöpft sein, da bahnt sich bereits der nächste an. Sie sprießen wie Pilze aus dem Boden, sodass man sich fast sorgen machen muss, dass die Vorherrschaft der Dönerläden bald verloren gehen könnte. Die Rede ist von Bubble-Tea-Geschäften. 

Was auf den ersten Blick aussieht wie ordinäre Lima mit seltsamer Konsistenz ist ein Gemisch aus Sirup und Tee. Für den interessanten Genußeffekt sorgen zusätzlich perlenartiges Gelee aus Stärke als Topping, die sich durch ihre glibberige Konsistenz auszeichnen und beim Verzehr zerplatzen. 

2010 hat in Berlin die erste Filiale aufgemacht, seitdem erfreut sich das asiatische Getränk wachsender Beliebtheit. Die Wahl zwischen “Flavored Juice Tea” in verschiedensten Ausführungen oder aber Yogurt und Milk Tea bietet ein Spektrum für die Hauptkundschaft der 12- bis 16-Jährigen bis hin zu Erwachsenen, denen die bunte Fruchmischung meist zuviel sei und die stattdessen die adoleszente gediegene Variante des Milktea bevorzugen. 

Seinen Ursprung hat der Tee in Taiwan, wo man ihn mit der Motivation erfand, Kinder für Tee zu begeistern. Die Perlen waren dabei nur als zusätzlicher Anreiz und Nachtisch gedacht. 

Jeder Trend findet aber auch Mahner, und in diesem Fall sind es in Deutschland vor allem die Ernährungsexperten, welche die hohen Kalorienwerte des Teegetränks anprangern – ein Bubble Tea a 0,2 Liter enthält 300 Kalorien, im Höchstfall sogar manchmal 500.

 Bubble-Tea-Ladenbetreiber sehen dieser Kritik gelassen entgegen, denn für sie ist das Getränk auch keine Ernährungsgrundlage, sondern vielmehr wie die Süßigkeit der Kids von heute. Deren Spaß scheint auch trotz möglicher Gesundheitsrisiken nicht geschmälert zu werden…

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